Unsere Leistungen

Von der Projektentwicklung zur Schlüsselübergabe 

Von der Projektentwicklung zur Schlüsselübergabe

Architektonische Überzeugung

HUBSCHMITZ Architekten vertreten eine am städtebaulichen Kontext orientierte Architektur, die das Vorhandene nicht nur respektiert, sondern durch eine zeitlose Gestaltung bereichert und ergänzt.

Dabei ist Architektur für HUBSCHMITZ niemals eine Frage eines persönlichen Architektenstiles, sondern sie orientiert sich mit jeder Aufgabenstellung an der Historie und den Gegebenheiten des Ortes, an den Anforderungen, Wünschen und Möglichkeiten des Bauherrn sowie an den Bedürfnissen der künftigen Nutzer.

Dabei dienen uns eine bescheidene Grundhaltung, gestalterische Diskretion und Sachlichkeit als Grundlage bei der Umsetzung unserer Konzepte; auf konstruktiv konsequente, ökonomisch und ökologisch robuste Lösungen wird in jeder Planungsphase allergrößter Wert gelegt.

In diesem Sinne sehen wir uns vor allem als loyale Dienstleister und Treuhänder, denn nur, wenn wir sämtliche dieser Bedingungen als Chance und Herausforderungen wahrnehmen und sie zu unserer Sache machen und mit Energie interpretieren und erfüllen, wird diese Arbeit den gewünschten Erfolg erzielen.

Leistungsphasen 1 bis 5 aus einer Hand

Jedes Bauvorhaben, ob Ein- oder Mehrfamilienhaus, Mehrzweckhalle oder Bürogebäude, wird von uns mit der nötigen Hingabe und Sorgfalt bearbeitet. Jeder Auftrag ist ein Auftrag.

Nicht nur in der Architektur ist es eine Gesetzmäßigkeit, dass die Quote möglicher Fehler mit der Anzahl der Schnittmengen ansteigt. Deshalb raten wir dazu, möglichst frühzeitig mit uns in eine zweigeteilte Konzeptfindung einzutreten: Konzeptplanung und Planung der Planung. Wer macht was? Wenn das von Anfang an sichergestellt ist, dann steht einer erfolgreichen Projektabwicklung nichts mehr im Wege.

Um die Bauherrschaft wirklich umfassend und integriert betreuen zu können, ist es für uns obligatorisch, die Planung nur über die Leistungsphasen 1 (Grundlagenermittlung) bis 5 (Ausführungsplanung) anzubieten.

Kleine und mittlere Bauvorhaben bis zur Bauleitung

Für mittlere Bauvorhaben bis 5 Millionen Euro bieten wir auch die Abwicklung über alle Leistungsphasen inklusive der Leistungsphase 8 (Bauleitung) an, bei kleineren bis 1 Million Euro empfehlen wir das sogar.

Große Bauvorhaben

Um größtmögliche Kontrolle über die Qualität und Konsequenz von Konzept und Ausführung zu halten, erstreckt sich unser Leistungsbild auch bei großen Gebäuden bis zur Leistungsphase 5.

Für Bauvorhaben über 5 Millionen Euro und gegebener Komplexität ist für uns jedoch die Zusammenarbeit mit Spezialisten obligatorisch. Dabei bewährt sich die Kooperation mit Projektsteuerern und/oder externen Bauleitern.

Projektentwicklung

Schlussendlich, auch wenn sie eigentlich am Anfang steht, bieten wir die Leistung der Projektentwicklung an; wir haben sie mehrfach erfolgreich abgeschlossen.

Beispiele für erfolgreiche Projektentwicklungen sind die Bauvorhaben Siewerdtstraße, Riedgrabenweg, Männedorf und das Mehrfamilienhaus in Volketswil.

Zur Zeit befindet sich ein größeres Wohnbauprojekt in Entwicklung. Wir haben ein Team zusammengestellt, welches das gesamte Leistungsspektrum dieses Projektes abbildet: vom Städtebau über die Entwicklung des Bebauungsplanes bis hin zur Architektur der Wohnbauten. Das Projekt wird durch eine Genossenschaft betreut, die sich in Gründung befindet.

 

Wohnbebauung Sonnmatt, Bülach, Schweiz

HUBSCHMITZ und De Biasio + Scherrer 

Wohnbebauung Sonnmatt, Bülach, Schweiz

Wettbewerb, 1. Preis; Projektpartnerschaft mit De Biasio und Scherrer Architekten, Zürich
Das Projekt befindet sich im Bau

Baukosten: ca. 27 mio. Franken
Nutzfläche: ca. 6800 m²

Form / Struktur
Für das Grundstück auf einem ebenen Grund wird eine Großform vorgeschlagen. Sie bezieht sich in ihrer Größe auf die vorhandene städtische Umgebung, wo ebenfalls Großformen vorherrschen. Durch die Anordnung der Volumen wird ein großzügiger privater Außenraum gebildet. Dieser bildet einen ruhigen Kontrast zu den stark befahrenen Straßen der Umgebung. Die Struktur ist sowohl im Grundriss wie auch in der vertikalen Entwicklung gegliedert. Sie ist mehrfach abgeknickt und lehnt sich dabei an die bestehenden Baulinien an oder bezieht sich in ihrer Lage auf den Grundstückszuschnitt. In der Höhe staffelt sie sich ebenfalls mehrfach und wirkt dadurch aufgelockert und nicht überdimensioniert. Die Gesamtanlage richtet sich nach den Vorgaben einer Arealbebauung und bietet ein Maximum an nutzbaren Flächen.

Außenräume
Der große Hofraum bietet verschiedene Außenbereiche für die ganze Wohnanlage. Sie kann großzügig bepflanzt werden, einerseits dank einer gut dimensionierten Überdeckung, andererseits dank der vorgesehenen Pflanzbereiche. Die Tiefgarage unter dem Innenhof ist einfach organisiert und enthält die erforderlichen Stellplätze. Große Hauseingangsbereiche binden jeweils zwei Treppenhäuser an und haben einen Durchgang zum Innenhof. Eine Fußwegverbindung zur Schaffhauserstraße wird in der Mitte angeordnet und führt zur Sonnmattstraße.

Gebäudeaufbau / Wohnungen
Das Erdgeschoss ist durchgängig bebaut. Loftnutzungen mit Sitzplätzen zum Hof hin bilden flexible Nutzungseinheiten,
die mit geringem Aufwand zu Läden oder Büroflächen umgenutzt werden können. Dies ist in den Eckbereichen bereits vorgesehen. Die Geschosshöhe von 3,5m wird den Nutzungen gerecht und wertet das Sockelgeschoss auf. Durch die zurückgesetzte Fassade an beiden Seiten entstehen gedeckte Vorbereiche mit guter Aufenthaltsqualität zum Hof und geschützten Eingangsbereichen zur Straße. Die Wohnungen sind in ihrer Hauptausrichtung zum ruhigen Innenhof gerichtet, ebenso die zugehörigen Freibereiche. Durch die Staffelungen entstehen eine Reihe von nutzbaren, teils den angrenzenden Wohnungen zugeordneten Dachflächen.

Besondere Herausforderungen
Die beiden Hauptstraßen, die sich im Südwesten des Areals kreuzen, emittieren einen Verkehrslärm, der unter Berücksichtigung der Schweizer Lärmschutzgesetzgebung eine Bebauung mit Wohnungen fast verunmöglicht. Nach wiederholter Optimierung der Knick- und Fassadenwinkel vor allem im südwestlichen Eckbereich des Blockrandes konnte so eine genehmigungsfähige Bebauung erreicht werden.

Wohnhäuser in Zumikon, Schweiz

Gehobenes Wohnen im Speckgürtel von Zürich 

Wohnhäuser in Zumikon, Schweiz

Direktauftrag 2013
Das Projekt befindet sich aktuell in der Fertigstellung

Baukosten: je ca. 3 mio. Franken
Wohnfläche: je ca. 220 m²

Zumikon ist eine sehr beliebte Wohngemeinde vor den Toren der Stadt Zürich mit guten Anbindungen an den öffentlichen und privaten Verkehr, Schulen sind gut erreichbar. Die Nähe zur City und zum internationalen Flughafen Unique Zürich sprechen für die zentrale Lage. Die schönen Naherholungsgebiete rund um den Pfannenstiel sorgen für eine hohe Lebensqualität.

In attraktiver Lage mit uneingeschränkter Weitsicht, in einem sehr ruhigen, gut besonnten Einfamilienquartier an der Rebhusstrasse 21 in Zumikon, umgeben von viel Grün und Wald entstehen zwei freistehende, individuell zu gestaltende Einfamilienhäuser. Die Häuser lassen ein variables Raumkonzept mit bis zu 8 geschlossenen Zimmern zu, das den Bedürfnissen der jeweiligen Käufer angepasst werden kann.

Unser Planungsteam zeichnet auch für die Innenarchitektur der Häuser verantwortlich.

Wohngebäude im Riedgrabenweg, Zürich-Oerlikon

Wohnen mit Aussicht 

Wohnhaus am Riedgrabenweg in Zürich-Oerlikon

Projektentwicklung und Ausführung
Projektpartnerschaft mit De Biasio und Scherrer Architekten, Zürich
Das Projekt befindet sich im Bau

Städtebau und Entwurf

Das Baugrundstück befindet sich in Oerlikon, einem Stadtteil von Zürich mit einer relativ kühlen und von großen Neubauten geprägten Atmosphäre.
Erscheint Oerlikon auf den ersten Blick etwas abweisend, entfaltet es bei näherer Betrachtung seine ganz eigene urbane Qualität.
Wichtig war uns, den spröden Charakter des Perimeters so zu akzeptieren, wie er ist. Von Anfang an war also klar, dass nicht das klassische Schweizer Haus als Vorlage und Anker für die entwurfliche Idee zur Verfügung stand.

Die Kubatur ist einerseits durch Lärmschutzanforderungen und andererseits durch Abstandsregelungen beeinflusst.
Die Herausforderung bestand darin, trotz vieler Einflussfaktoren und einer maximalen Grundstücksausnutzung ein schlüssiges, ausgewogenes Volumen zu kreieren und so die Gestaltungshoheit zu behalten. Obwohl man das Gebäude als gebautes Baurecht charakterisieren könnte, beinhaltet es doch eine architektonische Aussage: Man könnte von einer lakonischen Moderne sprechen.

Form / Struktur
Bei dem Gebäude handelt es sich - je nach Aufteilung der Grundrisse - um einen Zwei-, Drei- oder Vierspänner mit einem zentral gelegenen Treppenhaus.
Geplant sind 17 Eigentumswohnungen sowie eine Tiefgarage mit 10 Stellplätzen.

Die Ausführung erfolgt im Minergiestandard.

Verkauf / Beratung
Urban Fürer, lic. oec. pupl.
Seefeldstraße 301, 8008 Zürich

info@urbimmo.ch

Mehrfamilienhaus Siewerdtstraße, Zürich, Schweiz

Marcus Schmitz für De Biasio und Scherrer Architekten 

Wohnhaus in der Siewerdtstraße, Zürich, Schweiz

bearbeitet von Marcus Schmitz
für De Biasio und Scherrer Architekten, Zürch 2012

 

Flexibles Raumkonzept
Entsprechend der Lage und der Qualität des Grundstücks werden Etagenwohnungen im gehobenen Standard angeboten. Großflächige Fenster sorgen für lichtdurchflutete Räume und hohe Tageslichtausbeute, somit für Wohn- und Lebensqualität. Das statische Konzept mit frei tragenden Decken zwischen Fassade und Treppenhauskern mit Installationszonen in Gebäudemitte erlaubt eine sehr hohe Flexibilität bei der Umsetzung spezieller Käuferwünsche bezüglich der Wohnungsgrundrisse. Sowohl die Wohnungsgrößen als auch die Wohnungsgrundrisse sind individuell wählbar. Pro Geschoss können so bis zu vier 2 1/2 - Zimmerwohnungen angeordnet werden. Es kann aber auch eine ganze Etage als eine Wohnung ausgebaut werden.

Fassadengestaltung
Die große Grundrissflexibilität spiegelt sich auch in der Fassadengestaltung wieder. Die erforderlichen Trennwandanschlüsse an der Fassade und die Belichtungsbedürfnisse der geplanten Räume ergeben innerhalb des architektonisch und statisch vorgegebenen Stützenrasters das Fassadenbild mit Fenstern oder Ausfachungen zwischen Stützen.

Vierjahreszeitenzimmer
Das Vierjahreszeitenzimmer ist ein jeweils in den Gebäudeaußenecken der Normalgeschosse angeordneter multifunktionaler Wohnbereich, vom Wohnzimmer durch raumhohe Glasfaltelemente beliebig abtrennbar. Je nach Jahreszeit ändert sich die mögliche Funktion: Im Sommer, außerhalb der Heizperiode, dient das Vierjahreszeitenzimmer bei schöner Witterung als Außenraum, im Winter kann es flexibel dem Wohnraum zugeschlagen werden. Nach außen verfügt es über einen französischen Balkon mittels großzügig raumhoch zu öffnender Schiebefensterfronten, mit vorgesetztem Staketengeländer und Ausstellmarkisen.

Wohngebäude in Volketswil, Schweiz

Projektpartnerschaft mit De Biasio und Scherrer 

Wohngebäude in Volketswil, Schweiz

Projektpartnerschaft mit De Biasio und Scherrer

 

Das Projekt befindet sich aktuell in der Realisierungsphase, nachdem alle Wohnungen verkauft wurden.

Wohnhaus in der Frohalpstraße, Zürich Wollishofen, Schweiz

Marcus Schmitz für De Biasio und Scherrer Architekten 

Frohalpstraße, Zürich Wollishofen, Schweiz

bearbeitet von Marcus Schmitz
für De Biasio und Scherrer Architekten, Zürch 2013

Vorentwurf, Entwurf, Planung

Projekt /Architektur / Raumkonzept
Das geplante Vierfamilienhaus wirkt mit dem kompakten Baukörper und den abgerundeten Gebäudeecken von außen elegant und zurückhaltend ,- einladend, hell, offen und edel materialisiert im Innern. Die geradlinige Architektur fügt sich perfekt in das ruhige und grüne Villenquartier ein. Die in den Gebäudeecken angeordneten gebogenen Panoramafenster verleihen den Eckräumen ein besonderes Raumgefühl mit reizvollen Ausblicken in die nahe grüne Umgebung. Die niedrigen breiten Brüstungen der Fenster lassen sich als Sitzbank nutzen und geben dem Fenster ein großzügiges Format. In den oberen Geschossen genießen die Bewohner die Sicht auf den Uetliberg im Westen, im Nordosten auf das Zürcher Seebecken und in der Ferne bis hin zum Käferberg.
Das Gebäude steht frei auf dem ebenen Grundstück, 2-3m über dem Niveau der Frohalpstrasse, gegen die sich die Vorgartenzone im Osten herunter böscht. Dieser Höhenunterschied erlaubt einen praktisch ebenerdigen Zugang des Gebäudes im Untergeschoss zusammen mit der Zufahrt zur Tiefgarage.

Großflächige Fenster an allen vier Fassaden sorgen für helle, lichtdurchflutete Räume und hohe Tageslichtausbeute, somit für Wohn- und Lebensqualität. An der Süd-West Ecke orientieren sich jeweils die Balkone und Terrassen zur Mittags- und Abendsonne. Die Attikawohnung verfügt über eine zusätzliche Terrasse auf der Südostseite. In jeder Wohnung ist ein Cheminée vorgesehen.

Bürohaus in Lübeck

HUBSCHMITZ und MeyerSteffens Architekten 

Bürohaus in Lübeck

Projektpartnerschaft
mit MeyerSteffens Architekten
Status: offen

Baukosten: ca. 4 mio. Euro
Nutzfläche: ca. 1800 m²

Bürohaus in prominenter Lage

Eine seltene Gelegenheit: Das Bürohaus positioniert sich in einer äußerst prominenten Lage mit nahezu unverbaubarem Blick auf die Altstadt, einer Entfernung von 2 Minuten in fußläufiger Entfernung zum Bahnhof sowie 5 Minuten mit dem Auto zur Autobahn A1 nach Hamburg und Kopenhagen.

Städtebaulich waren vor allem zwei Herausforderungen zu stemmen: Einerseits lokalisiert sich die Baulücke zwischen zwei äußerst unterschiedlichen Volumen: einem mächtigen viergeschossigen Wohnhaus aus der Gründerzeit des 20. Jahrhunderts, geprägt vom Jugendstil, und einer Stadtvilla mit zwei Vollgeschossen und einem steilen Satteldach. Zwischen diesen völlig unterschiedlichen Charakteren galt es zu vermitteln.

Andererseits gilt für den Stadtteil St. Lorenz Bestandsschutz. Neubauten haben sich in einer Weise einzufügen, die den überkommenen Städtebau erhält und idealerweise als ein Stück Stadtreparatur wirksam ist.

In seiner hier gezeigten, abschließenden Variante hat der Entwurf den Gestaltungsbeirat der Hansestadt summa cum laude passiert ,- leider wird es trotzdem nicht zur Ausführung kommen, weil die Firma der Bauherrschaft, die in das Gebäude einziehen sollte, so schnell gewachsen ist, dass es nach Fertigstellung flächenmäßig schon zu Engpässen gekommen wäre.

 

Wettbewerb St. Gallen, Schweiz

Gehobenes Wohnen im Park 

Wettbewerb St. Gallen, Schweiz

Wettbewerb im Bieterverfahren; Projektpartnerschaft mit De Biasio und Scherrer Architekten, Zürich

Städtebau / Siedlungsstruktur

Die Neubauten sind versetzt und locker im natürlichen Gefälle des Grundstückes gesetzt. Die Platzierung und Ausbildung der neuen Baukörper erlauben es, die vor Ort bestehenden Wiesen durch die freistehenden Bauten hindurchfließen zu lassen. Bewusst wird der Abstand zu den bestehenden Einfamilienhäusern gesucht, um eine möglichst weitreichend grünraum geprägte Qualität entstehen zu lassen. Der Bezug zum großzügigen Freiraum im Westen wird gewährt, indem auf die nötige Durchsicht geachtet wurde.
Durch Anlehnung an orts- und landschaftstypische Obstwiesen und freie Hecken wird der Freiraum der Bebauung mit den bestehenden Strukturen verbunden. Lokale Merkmale bleiben erhalten und werden zu einem wichtigen Bestandteil der Gestaltung. Alle Fußwege liegen sanft eingebettet im Grünen. Es entsteht eine klare Erschließung, welche in ihrer Form die Typologie der Überlandwege aufnimmt. Diese Erschließungs- und Spazierwege knüpfen an das öffentliche Wegenetz an und ermöglichen den Bewohnern innerhalb des Areals direkte und vielfältige Zugänge zur Bildstrasse und zu den Naherholungsgebieten im Westen.

Erschließung

Auf die Entflechtung von Fahrverkehr und Fußgängerüberwegen wurde großen Wert gelegt. Die Besucher- Parkplätze und die Tiefgaragen-Einfahrt wurden vorgelagert und ermöglichen so eine gänzlich autofreie
Umgebung. Gerade für Bewohner mit Kindern entsteht hier wertvoller Außenraum. Alle Häuser sind mit Velos, Kinderwagen und Rollstühlen über variable Wege erreichbar.

Haptik und Materialien

Für die Einbauten und Möblierungen im Freiraum kommen Ziegel und Holz zum Einsatz, und dies führt in Kombination mit den Blütensträuchern und Zierobstpflanzen zu einer wohnlichen und lebenswerten Atmosphäre.

Wettbewerb Gründungsviertel, Lübeck

Stadtreparatur am UNESCO-Welterbe 

Wettbewerb Gründungsviertel, Lübeck

Offener Wettbewerb, Abgabe 14. Januar 2015

Die Vorgeschichte

Zerstörung im Krieg und danach
Als Vergeltung für den deutschen Luftangriff auf die britische Stadt Coventry wurde die Hansestadt Lübeck an Palmarum 1942 Ziel eines Angriffs britischer Bomber. Infolgedessen zieht sich ein bis heute im Stadtbild ablesbares Zerstörungsgebiet durch die Innenstadt. Sie markiert die Route der Flugzeuge und reicht vom südlichen Domviertel über das zentrale Rathaus- und Marktareal bis hin zum nordwestlichen Kaufmannsviertel.
Der Wiederaufbau in den Nachkriegsjahren erfolgte unter den neuen städtebaulichen Leitlinien, die das überkommene als eng, dunkel und ungesund empfundene mittelalterliche Stadtgefüge aufbrechen und den kleinparzelligen Blockrand nicht wieder rekonstruieren sollten. Die Vision von der autogerechten Innenstadt bedrohte auch die verbliebenen Strukturen, es kam zu einer "brutalen Abbruchwelle", und die führte zu einem Verlust von weiteren 20% an mittelalterlicher Bausubstanz, so dass nur noch etwa 55-60% der Altbaustruktur erhalten geblieben sind.

Ein neues Denken setzt sich durch
Nicht zuletzt durch die Gründung der BIRL (Bürgerinitiative Rettet Lübeck) 1975 und deren Engagement zur Erhaltung und fachgerechten Sanierung des verbliebenen Bestandes setzte sich in den 80er-Jahren ein neues Denken durch, in dessen letztendlicher Konsequenz auch der Wettbewerb im Gründungsviertel verständlich wird. Hier geht es tatsächlich um die Einhaltung nicht nur der alten Parzellenstruktur sondern auch um streng an die Dachlandschaft der Altstadt angepasste Satteldächer in steilen Neigungen als Vorgabe und die Konzeption der Gebäude als Vorder- und Flügelbauten (zumindest bei den großen Parzellen) nach historischem Vorbild.

Wettbewerb - der Ansatz

Fassade - früher Mode, heute Mode
Unser Entwurfskonzept nimmt die schroffe Kargheit und Vertikalität gotischer Fassaden zum Vorbild, um eine zeitgenössisch transformierte, analoge Architektur zu entwickeln. Fassadenbündig eingelassene, geschossdeckenartige Bänder aus hellem Material, Beton oder Auerkalkstein stellen die Balance wieder her und halten die Fassaden zusammen.
Schmale, aus immer dem gleichen Modul zusammengesetzte Fenster mit tiefer Laibung beziehen sich auf die schmalen Doppelluken früher gotischer Giebel aus Lübecks goldenem Zeitalter, sie folgen in ihrem abstrakten Stakkato einem zeitgenössischem Ansatz. Innerhalb festgesetzter Maße können die Fenster frei platziert werden, so wie es für die Innenräume benötigt wird. Die Freiheit, die ein potentieller Bauherr benötigt, wird durch die strenge, immer gleiche Höhe der Fenster aufgefangen. Die leicht modische Attitüde der Fassade soll nicht geleugnet werden – ein Verweis auf die modischen Gliederungskonzepte der damaligen Zeit: Hochblenden, Spitz-, Rund- und Korbbögen, horizontale Gesimsbänder.
Der Sockelbereich der Fassaden soll sich bescheiden, fast ein wenig banal, zurückhalten. Große fassadenbündige Fenster kompensieren den Lichtmangel in den dunkleren Erdgeschossbereichen des engen Straßenraumes. Das kleine Haus bildet hier eine Ausnahme: Die Straßenfassade ist nach Norden ausgerichtet und schützt das private, loftartige Innere vor zu viel Einfluss vom Straßenraum her.
Das Erdgeschoss des mittleren Hauses begründet mit seiner hell verputzten Oberfläche den seitlich gelegenen Eingang mit Verweis auf die Umbauten aus späterer Zeit, in der geänderte Nutzungs- und Raumvorstellungen zu einer Neugestaltung der Sockelzonen führten.

Roter Ziegelstein
Als natürliches Material für die Gestaltung der Fassade wird ein lebendiger, hellroter Wasserstrichziegel favorisiert, der sich mit seinem lichten Farbspiel an den mittelalterlichen Steinen orientiert und nicht an den dunklen Ziegeln des 19. Jahrhunderts.
Das Nutzungskonzept folgt den Anforderungen des Wettbewerbes.
Das große Haus ist auf eine gewerbliche Nutzung im Erdgeschoss ausgelegt, die zwei Geschosse darüber können flexibel mit bis zu je zwei Wohnungen genutzt werden. Mindestens die letzten beiden Dachgeschosse werden zu einer Maisonette verbunden.
Das mittlere Haus enthält eine Wohnung pro Geschoss und eine Maisonette im Dachraum.
Das kleine Haus ist als Einfamilienhaus konzipiert, und dies wird auch über die Fassade transportiert.

Flügel
Aus städtebaulichen Gründen schlagen wir vor, den Flügel mit einem Satteldach zu versehen. Um eine vollständige Verschattung des Innenhofes zu vermeiden, soll die Traufe niedriger liegen, als bei einem Flachdach notwendig wäre.

Nicht gewonnen - und doch!
Wie bei jedem Wettbewerb können nicht alle gewinnen. Der Entwurf wurde im 2. Rundgang aussortiert. Letztendlich, und das ist das Schöne, war es zum einen wichtig, dabei zu sein, und es haben wirklich gute Entwürfe verdient gewonnen.
Zum anderen, jetzt - in der Rückschau - stellen wir auch selbstkritisch fest, dass ein weniger geometrisch konzeptioneller Ansatz der Neuinterpretation des mittelalterlichen Giebelhauses gerechter und somit weniger dogmatisch geworden wäre.
Dieses Dogma des "Es muss jederzeit ablesbar sein, dass der Entwurf aus der Gegenwart stammt!" hat sich schon wieder überholt, das gilt auch für das vermeintlich unfehlbare Raster. Weg damit!
Die Architektur hat sich jederzeit dem Städtebau unterzuordnen - gerade in einer pluralistischen Zeit wie der heutigen.

Weitere Projekte, Auswahl

 

Weitere Projekte, Auswahl

Joenne Hub Architekt, vor der Gründung HUBSCHMITZ Architekten:

Wohnhäuser in Niederbüssau
Vorentwurf bis Bauantrag, ausgeführung durch Dritte.
Lübeck, 2012


HUBSCHMITZ Architekten:

Mehrfamilienhäuser in der Niobestraße
Vorentwurf bis Bauantrag, ausgeführung durch Dritte.
Lübeck-Travemünde, 2012/13

Joenne Hub und Marcus Schmitz
im Angestelltenverhältnis maßgeblich oder projektleitend betreut:

Umbau Altstätter Straße
exklusiver Umbau im Bestand
Marcus Schmitz, Vorentwurf bis Bauleitung
Zürich, 2016

Rellstabstraße 8/10
exklusiver Wohnungsbau
Marcus Schmitz, Vorentwurf, Entwurf, Planung
Zürich, 2013

Wohnbebauung Blütenstraße
Joenne Hub, Wettbewerb und Entwurf
Marcus Schmitz, Vorentwurf, Entwurf, Planung, grafische Planung und Fotografie
Zürich, 2011

Wettbwerb Stahltwiete, Stufe 1 und 2
3.Platz
Büro- und Wohnbebauung

Reemtsma-Park
Wohnhäuser S und N, exklusive Wohnungen
Joenne Hub, Entwurf und Ausführung für Helmut Riemann Architekten
Hamburg, 2005-2007

Columbia Hotel
Joenne Hub, Wettbewerb und Entwurf
Marcus Schmitz, Ausführungsplanung
Wilhelmshaven, 2005-2007

Mehrfamilienhaus Höhenring
Marcus Schmitz, Vorentwurf, Entwurf, Planung
Zürich, 2004-2006

Reemtsma-Park
Umbau Bürogebäude mit Wohnungen gehobenen Standarts
Joenne Hub, Wettbwerb für Helmut Riemann Architekten
Hamburg, 2004